Außenpolitik
Kuwait hat die Operation "Iraqi Freedom" durch die Bereitstellung
seines Territoriums für die Koalitionskräfte unterstützt und den Sturz Saddam
Husseins nachdrücklich begrüßt. Die völlig neue Lage in der Region stellt
das Petro-Emirat vor neue Herausforderungen. Kuwait sieht sich als das
zukünftige "Tor zum neuen Irak". Die Sicherheitspartnerschaft mit den
USA ist der Eckpfeiler der kuwaitischen Außenpolitik.
Im Rahmen des Golfkooperationsrats (GCC) lehnt sich Kuwait eng an
Saudi-Arabien, im weiteren arabischen Lager an Ägypten an. Die Beziehungen zu
den arabischen Staaten, die während der irakischen Aggression 1990/91 auf der
Seite Saddam Husseinss standen (Jemen, Jordanien, Sudan, PLO) sind inzwischen
weitgehend wiederhergestellt.
Gegenüber Iran verfolgt Kuwait – wie Saudi-Arabien – eine Politik der
Annäherung und Zusammenarbeit. Es setzt weiterhin auf Präsident Khatami und
die ihn stützenden Reformkräfte und erwartet eine Ausweitung des bilateralen
Wirtschaftsverkehrs und eine Lösung der Differenzen in der Frage der zwischen
den beiden Ländern umstrittenen Ausbeutung von Öl- und Gasvorkommen im
Offshore-Bereich.
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