Kultur- und Bildungspolitik
Das Bildungssystem ist nach britischem bzw. amerikanischem Vorbild gestaltet.
Die zwei Universitäten des Landes sind kostenpflichtig. Das amerikanische
Bewertungssystem wird angewandt.
Traditionell lassen gut situierte Bahrainis ihre Kinder in Großbritannien
oder den USA studieren. Die Tendenz dazu ist auch weiterhin vorhanden,
allerdings mit teilweise erheblichen Abstrichen. So haben die Ereignisse des 11.
September 2001, die Irak-Krise und der Irak-Krieg, begleitet von verschärften
Einreisebestimmungen für Staatsangehörige arabischer Staaten in die USA und
angebliche oder aber zutreffende Diskriminierung arabischer Staatsangehöriger
bzw. Muslime hier zu veränderten Einschätzungen und Verhaltensweisen geführt.
Der Fremdsprachenunterricht gewinnt immer mehr an Bedeutung. Englisch ist die
Fremdsprache, die am meisten gelernt wird. Deutsch wird aufgrund einer
Vereinbarung der University of Bahrain und der Universität Leipzig im Bereich
der hiesigen Universität einem kleinen Kreis von Interessenten angeboten. Der
Bildungspolitik wird eine wichtige Rolle beigemessen. Die Bildungseinrichtungen
werden mit ausreichend staatlichen Mitteln gefördert. Es besteht die
Bestrebung, die vielen hier tätigen, zumeist westlichen Ausländer langsam
durch qualifizierte bahrainische Kräfte zu ersetzen.
Nennenswerte Entwicklungen in den Bereichen Wissenschaft, Kunst und Literatur
sind nicht zu verzeichnen, was nicht zuletzt mit der Größe des Landes (ca.
680.000 Einwohner) zusammenhängen dürfte. Die Medien sind noch überwiegend
staatlich gelenkt und beschränken sich meist auf Berichterstattung ohne große
Wertung.
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