Außenpolitik
Algerien gehört seit seiner Unabhängigkeit zu den führenden Mitgliedern
der Blockfreienbewegung. Präsident Bouteflika engagiert sich als Vermittler in
innerafrikanischen Angelegenheiten sowie als Sprecher des Kontinents und hat
sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass Algerien wieder einen wichtigen Platz
bei der Gestaltung der internationalen Politik einnimmt. Algerien ist seit
Anfang 2004 für zwei Jahre nicht-ständiges Mitglied im Sicherheitsrat der
Vereinten Nationen.
Für sein wirtschaftliches Privatisierungs- und Ankurbelungsprogramm
benötigt Algerien die Unterstützung des Auslands. Neben der Zusammenarbeit mit
den arabischen Staaten misst es den Beziehungen zu den wichtigsten westlichen
Industriestaaten (EU, USA) große Bedeutung bei. Ein Assoziierungsabkommen mit
der EU wurde am 22. April 2002 in Valencia unterzeichnet.
Die wirtschaftlichen und politischen Kontakte zu den USA wurden sowohl im
politischen wie im wirtschaftlichen Bereich ausgebaut. Neben
Wirtschaftsinteressen (Öl/Gas) spielen bei den Beziehungen zu den USA auch die
Sicherheitspolitik und die Bekämpfung des internationalen Terrorismus eine
Rolle.Die algerische Regierung sieht sich als wichtigen Partner in der
internationalen Koalition gegen den Terrorismus.
Die regionale Zusammenarbeit im Rahmen der Union des Arabischen Maghreb (UMA)
bleibt Ziel der algerischen Außenpolitik, auch nachdem der für Juni 2002 in
Algier geplante Gipfel der UMA verschoben werden musste. Das Verhältnis zu
Marokko ist seit Jahren gespannt, die Grenzen zwischen beiden Ländern sind
geschlossen. Die weiterhin ungelöste Westsahara-Problematik erschwert eine
Normalisierung.
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